Information bezüglich Coronavirus

Nach der aktuellen Entwicklung sind wir auch im Bezirk Scheibbs gezwungen verordnete Maßnahmen umzusetzen, damit die Ausbreitung des Coronavirus möglichst eingedämmt wird.

Aus Rücksicht und zum Wohle unserer älteren und geschwächten Mitbürger ersuche ich, die Empfehlungen bzw. Verordnungen der Behörden, Ärzte usw. einzuhalten.

Versuchen wir diese Situation ruhig und bedacht zu bewältigen!

Information – Coronavirus COVID-19

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Das Innenministerium informiert die Bevölkerung über die Möglichkeiten, sich vor einer Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen.  (Schutzmaßnahmen)

Coronaviren (CoV) sind Viren, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden und die bei Menschen Erkrankungen von leichten Erkältungen hin zu schweren Lungenentzündungen verursachen können. Ähnlich wie bei Grippeviren sind ältere Menschen und Menschen mit einer Immunschwäche besonders betroffen. Man geht beim neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) derzeit von einer Sterblichkeitsrate von bis zu drei Prozent aus. Im Vergleich dazu liegt bei Influenzaviren die Sterblichkeit bei unter einem Prozent. Beim vergangenen SARS-Coronavirus lag diese beispielsweise bei etwa zehn Prozent und beim vergangenen MERS-Coronavirus bei bis zu 30 Prozent. Erkrankungen mit dem Coronavirus sind anzeigepflichtig.    

Wie erfolgt die Übertragung?

Eine Übertragung des Coronavirus erfolgt von Mensch zu Mensch. Infektiös können unter anderem Sekrete des Atmungstraktes und Speichels sein, Ausscheidungen wie Stuhl oder Harn sowie Körperflüssigkeiten wie beispielsweise Blut.

Welche Charakteristik weist das Krankheitsbild auf?

Derzeit geht man davon aus, dass der Krankheitsverlauf beim neuartigen Coronavirus nicht so schwer ist wie bei SARS und MERS. Häufige Anzeichen einer Infektion können beispielsweise Husten, Kurzatmigkeit und Fieber sein. Die Infektion kann in schwereren Fällen auch zu einer Lungenentzündung oder sogar zum Tod führen.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Es gibt derzeit noch keine gezielte Therapie, noch kein Medikament und keinen Impfstoff gegen die Infektion. Die allermeisten Fälle der Infizierten gesunden spontan, als hätten sie eine normale Erkältung bzw. Grippe. Den wenigen Fällen, bei denen es zu Komplikationen kommt, versucht man im Krankenhaus auf der Intensivstation durch Intensivpflege über die kritischen Tage hinwegzuhelfen.    

Wie schützt man sich vor Coronaviren?

Es wird empfohlen, sich mehrmals am Tag die Hände mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel zu waschen. Wenn man hustet oder niest, sollte man sich Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bedecken, nicht mit den Händen. Den direkten Kontakt zu kranken Menschen sollte man meiden. 

5 Antworten to “Information bezüglich Coronavirus”


  • Dr. Wolfgang Dörfler

    In diesem Zusammenhang möchte ich festhalten:

    Sollte bei jemanden der Verdacht bestehen, am Coronavirus erkrankt zu sein, bitte NICHT die Ordination eines Allgemeinmediziners aufsuchen!!! Hilfe erhalten Sie unter der Nummer 1450. Für allgemeine Anfragen steht die Hotline der AGES unter 0800 555 621 zur Verfügung.
    Sollte sich trotzdem ein Corona-Erkrankter in der Ordination einfinden, muss diese anschließend für zwei Wochen gesperrt werden und steht damit NICHT für die Betreuung der Bevölkerung zur Verfügung!

    Weiters sind keine Hamsterkäufe von Desinfektionsmitteln nötig. Jeder der eine Seife zu Hause hat und diese auch dementsprechend nützt, kann sich leicht ohne Desinfektionsmittel schützen. Diese stehen auch nicht mehr in meiner Ordination zum Verkauf!!!

    Ebenso wenig sind Anfragen in meiner Ordination, ob eine Veranstaltung stattfinden kann oder nicht, zielführend (ja, solche Anfragen gab es schon!). Damit stehlen Sie nur die wertvolle Zeit meiner Mitarbeiterinnen, die für die Betreuung von kranken Personen benötigt wird!

  • Klaus Maderthaner

    Vielen Dank für den aktuellen und wertvollen Beitrag!
    Wäre auch für ein Gemeinde-Rundschreiben zu empfehlen!

  • Hallo Klaus, ein Rundschreiben ist in Arbeit kommt nächste Woche! LG Sepp

  • Klaus Maderthaner

    Würde das Schreiben von Dr. Dörfler nehmen, da es ja überwiegend seine Patienten (LunzerInnen) betrifft! Wenns er erlaubt! Danke für die rasche Antwort. LG.Klaus

  • Dr. Wolfgang Dörfler

    Sehr gerne dürfen meine Informationen genutzt werden.

    Als Ergänzung noch zusätzliche Infos, die wir heute von der Ärztekammer bekommen haben:

    – die Kontakte in den Ordinationen sollten auf ein Minimum reduziert werden: Das heißt, dass die Ordinationen nur bei dringlichen Anliegen besucht werden sollten. Nicht dringliche Konsultationen wie z.B. Befundbesprechungen sollten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

    – Arbeitsunfähigkeitsmeldungen dürfen ab sofort auch telefonisch und ohne direkten Arztkontakt ausgestellt werden. Die Entscheidung darüber obliegt jedoch im Einzelfall IMMER dem Arzt! Missbrauch wird auch in diesen Zeiten von den Kassen NICHT toleriert!

    – Bei manchen Medikamenten wurde die Höchstabgabemenge erhöht, um die Zahl der Patientenkontakte in der Ordination zu reduzieren. Weiters wurde die Bewilligungspflicht für viele Medikamente gelockert, um die Aufenthaltsdauer der Patienten in den Ordinationen zu verkürzen!

    – Fristen für Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen werden voraussichtlich verlängert.

    Weitere Infos folgen, sobald diese Vorliegen.

    Zu guter Letzt noch eine persönliche Information aus meiner Ordination: Aufgrund einer unvorhergesehenen Komplikation nach einem operativen Eingriff bin ich kommende Woche von 16.-20. März leider im Krankenstand. Bei wirklich dringenden Anliegen bitte ich die Patienten, einen Arzt/eine Ärztin Ihres Vertrauens in den Nachbargemeinden aufzusuchen.

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